| VN2001-2, aktualisiert im September 2003
Tierquälerische
Kastenhaltung von Kaninchen in Würenlingen

Tierquälerische Kaninchenkastenhaltung an der Döttingerstrassse 20 in Siggenthal-Station.
Das Haus gehört Peter De Min (Tel 056 281 18 64), die Kaninchen hält sein
Untermieter Francois Gueniat.

Grausame Isolationshaft: Je ein einzelnes, einsames Kaninchen in einem Kastenabteil, nicht einmal Sichtkontakt zu
Artgenossen. Herumhoppeln, Luftsprünge, spielen,
graben - alle diese angeborenen Verhaltensweisen werden brutal unterdrückt.
Sogar das Bundesamt für Veterinärwesen hebt in seinen Richtlinien zur
Kaninchenhaltung hervor, dass die in der Tierschutzverordnung leider immer noch
erlaubte Kastenhaltung (ein Entgegenkommen des Bundesrates gegenüber der
Tierversuchsindustrie!) keine artgemässe Tierhaltung darstellt, auch wenn die
Mindestabsmessungen eingehalten werden. Wie seelisch blind muss ein Mensch sein,
der dies nicht merkt!
Am Samstag, den 6. September 2003, verteilten VgT-Aktivisten
in ganz Würenlingen ein Flugblatt in alle Briefkästen, auf dem die
Bevölkerung über diese tierquälerische Kaninchenhaltung informiert und vor
Nachahmung gewarnt wurde. Das Regionalfernsehen Tele M1 brachte einen Bericht
darüber.
Der Kaninchenzüchter heisst Gueniat und der
Hausbesitzer Peter De Min (Tel 056 281 18 64). Einer Frau, die sich über
diese Tierquälerei telefonisch beschwerte, sagte De Min am 8.9.03 folgendes:
De Min distanzierte sich natürlich sofort und erklärte die
Kaninchen gehörten seinem Untermieter. Er sei nur der Hausbesitzer, aber sein
Name werde verunglimpft, in den Dreck gezogen. Der Schlingel, das Arschloch von
Kessler bekomme eine Klage wegen Rufschädigung und Verleumdung. Wenn er diesen
Typen erwische haue er ihm eine Fadengrade in die Schnurre oder mache ihn sonst
fertig. Am besten solle man den verschwinden lassen. Er habe lange gewartet am
Fenster. Der Journalist vom Tele M1 habe gesagt, der Kessler komme sicher noch
vorbei. Der wäre ihm grad recht gekommen.
Auf den Vorhalt, man sollte Tiere wirklich nicht so halten, ein Kaninchen in
einem Freilaufstall sei schön anzusehen, ein Kaninchen in einem Kasten sei etwas
Trauriges und sicher nicht artgerecht, schnaufte De Min laut und bekam einen
Hustenanfall. Er regte sich furchtbar auf. Es seien ja gar nicht seine
Kaninchen. Sie gehören Herr Gueniat. Dieser habe eine tadellose Tierhaltung, was
ihm auch von Amtes wegen bestätigt worden ist.
De Min sagte, er sei das ganze Wochenende zu Hause gehockt, habe nicht an
das Würenlinger Dorffest gehen können. Er wolle doch nicht von allen
angequatscht werden wegen dem Flugblatt. Wenn er diesen Sauhund, diesen
Schlingel erwische, dann könne der etwas erleben. Und überhaupt wisse er, dass
kurz nach Publikation von solchen Sachen auch Tiere gestohlen werden und man mit
Vandalenakten rechnen müsse. Er sei wachsam, er erwische diese schon.
Auf den Ratschlag, er solle doch seinem Vermieter die Auflage machen die
Kaninchenzucht aufzugeben, dann hätten alle Frieden, auch das Dorf Würenlingen,
regte sich De Min grad wieder auf und flucht und schnauft. Nein das ganz sicher
nicht. Es sei eine gute Tierhaltung und schon aus Prinzip dürfe man nicht
nachgeben. Es seien sowieso kleine Tiere, keine grosse Rasse.
Auf die Entgegnung, dass auch kleine Tiere lieber im Gehege als in einem Kasten
seien, sagte De Min, das seien wohl Leute aus der Stadt die solchen Seich
verzapfen.
Schliesslich sagte De Min noch, er habe einen Termin beim Friedensrichter. "Ich
werde mich zu wehen wissen, das wird dieses Arschloch teuer zu stehen kommen."
Glücklicherweise trifft man immer weniger Kaninchen in
Kastenhaltung an, dafür immer öfters Freigehege. Während man früher in einem
Dorf wie Würenlingen sozusagen an jeder Ecke einen Kaninchenkasten angetroffen
hätte, gibt es nach unserem derzeitigen Wissen im ganzen Dorf nur noch einen
weiteren solchen Fall, nämlich
Kaninchenkasten an der
Lindenstrasse in Würenlingen
Wurde nach der
Flugblattaktion stillgelegt und ist darum hier anonymisiert worden.


Mehr über Kaninchen und ihre artgerechte Haltung:
Kaninchen
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