VN2001-2
Beten und lügen im Kloster Fahr
In den VN1999-5 brachten wir die folgenden Bilder aus dem Schweinestall des Klosters Fahr. Die im Kloster Fahr residierende katholische Schwester und Dichterin Silja Walter verbreitete hierauf in einem Brief an eine empörte VN-Leserin, diese Fotos seien "gefälscht".

Vor Gericht gab der klösterliche Betriebsleiter, Beat Fries, jedoch zu, dass die Bilder
im Schweinestall des Klosters Fahr aufgenommen worden sind. Wir können das jederzeit
durch das Gerichtsprotokoll belegen. Zur Rechtfertigung der gesetzwidrig fehlenden
Stroheinstreu behauptete Fries, die Aufnahmen müssten während dem Ausmisten durch die
offene Stalltüre gemacht worden sein. Diese Schutzbehauptung ist indessen leicht zu
widerlegen: Erstens handelt es sich erkennbar um Blitzaufnahmen, die in der Nacht gemacht
wurden, und zweitens sind diese Kastenstände von der Stalltüre her gar nicht sichtbar,
da sie sich in einem abgeschlossenen hinteren Raum befinden. Nachdem ich dies vor dem
Aargauer Obergericht dargelegt und dazu ein Beweisverfahren beantragt hatte, zog das
Kloster seine Klage gegen mich und den VgT zurück. Das Kloster hat für mehrere gegen uns
angestrengte Gerichtsverfahren weit mehr Geld ausgegeben, als für eine artgerechte
Tierhaltung nötig wäre. Wie einfach wäre es mit ein wenig Ehrfurcht vor Gottes
Schöpfung die Tiere menschlich-liebevoll zu halten, als leuchtendes Vorbild in dieser
skrupellosen, egoistischen Welt. Welchen Sinn kann es haben, in einem Kloster zu beten und
zu lügen und der rücksichtslosen Ausbeutung der Tiere in der profanen Welt nachzueifern?
Mail an den Verein gegen Tierfabriken Schweiz
Mail an den Webmaster
URL: http://www.vgt.ch/vn/0102/fahr.htm