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Mai 2005 / VN05-3
Tierschützer Erwin
Kessler zum Gefängnisantritt aufgeboten:


Bild aus einem in England aufgenommen Videofilm:
Modernes, "tierschonendes" jüdisches Schächten. Einer mechanisch fixierten
Kuh wird bei vollem Bewusstsein der Hals aufgesäbelt.
Video-Film und weitere Infos zum Schächten:
www.vgt.ch/themen.htm#schaechten
Weil VgT-Präsident Dr Erwin Kessler solche
Massenverbrechen an höheren Säugetieren mit Nazi-Verbrechen verglichen hat,
muss er am 22. Juni 2005 eine Gefängnisstrafe im geschlossenen Vollzug
antreten; das Zürcher Obergericht verurteilte ihn am 10. März 1998 zu 45
Tagen Gefängnis unbedingt (mehr dazu:
www.vgt.ch/justizwillkuer/schaecht-prozess.htm).

VgT-Vizepräsidentin beim Besuch von Erwin Kessler: "Das Obere auf deinem Wunschzettel kann
ich noch entziffern: Metallsäge. Aber das Zweite? Strickleder oder Strickleiter, oder
was?"
Inzwischen hat das Zürcher Obergericht Erwin
Kessler; am 29. November 2004 ein zweites mal verurteilt, diesmal zu 5
Monaten Gefängnis unbedingt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Beim
Zürcher Kassationsgericht ist eine Nichtigkeitsbeschwerde hängig. Der
renommierte Rechtsprofessor Dr Franz Riklin von der Universität Freiburg
bezeichnete dieses Urteil in einem Gutachten als «Wundertüte» voller
Widersprüche (www.vgt.ch/news2005/050303.htm). Wir werden in den VgT-Nachrichten
VN05-3 ausführlich über diesen politischen
Willkürprozess berichten.
Erwin Kessler hat mit seinem unerschrockenen Kampf gegen
das Schächten entscheidend dazu beigetragen, dass der Bundesrat die im Jahr
2002 geplante Aufhebung des Schächtverbotes aufgeben musste. Er hat das mit
Gefängnis bezahlt, würde es aber, wie er sagt, wieder tun. Unerträglicher
als Gefängnis wäre es, wenn sich keine laute und klare Stimme mehr gegen
dieses Massenverbrechen gegen die Menschlichkeit erheben würde.
Die Verurteilung zu 45 Tagen Gefängnis unbedingt erfolgte, weil angeblich
die folgende Veröffentlichungen gegen das Schächten aus den Jahren 1995 und 1996 in den
VgT-Nachrichten "rassendiskriminierend" seien:
VgT-Nachrichten
Juni 1995:
Meine Prognose war richtig:
Das Antirassismusgesetz ist ein Maulkorbgesetz für Tierschützer
Wir haben zwar ein teilweises Schächtverbot in der Schweiz (gilt nicht für
Geflügel), das aber leicht umgangen werden kann: Der Import von
Schächtfleisch ist legal. Meine Krtitik des grausamen jüdischen und
moslemischen Schächtens ist laut Gerichtsurteil vom 21. März 1995
rassistisch. Religiöse Fanatiker, die unter dem Vorwand «religiöser»
Vorschriften Tiere auf bestialische Art schlachten, geniessen den Schutz des
Antirassismusgesetzes. Aber ich gehe lieber ins Gefängnis, als zu diesem
Massenverbrechen an Wehrlosen zu schweigen. Ein Massenverbrechen bleibt ein
Verbrechen, auch wenn es mit Ideologien gerechtfertigt wird. Die Nazis
hatten ihre Ideologie, den Arierwahn. Orthodoxe Juden und Moslems haben eine
andere, ebenfalls bestialische Ideologie. Rechtfertigt diese den
Schächtholocaust?
Ich meine: Tierquälerei kann niemals religiös sein. Kein Jude und kein
Moslem wird von seiner Religion gezwungen, Schächtfleisch zu essen. Mit
einer gesunden vegetarischen Ernährung verletzt er keine
Religionsvorschrift. Die Bestialität des Schächtens wird lediglich für den
kulinarischen Fleischgenuss betrieben. Es ist absurd, eine solche Perversion
mit Religionsfreiheit und Antirassismusgesetz zu schützen. Wenn aber unsere
Gesellschaft nicht pervers wäre, bräuchte es den VgT nicht!
VgT-Nachrichten 1995-7:
Warum, Herr Schawinski, befürworten Sie das Schächten?
Offener Brief an Roger Schawinski, Jude, Chef TeleZüri / Radio24
Sehr geehrter Herr Schawinski,
Sie haben sich mit Selbsterfahrung und Bewusstseinsbildung befasst. Ich
auch. Dabei habe ich gelernt, mich von überholten religiös-moralischen und
anderen Zwängen zu befreien. Sie nicht?
In Ihren Doppelpunkt-Interviews bohren Sie sich in die innersten,
persönlichen Bereiche Ihrer Interview-Partner, in einer Mischung aus
Journalismus und Psychoanalyse. So weit so gut.
Schlecht passt zu dieser Rolle Ihre jüdisch-dogmatische Blindheit, wenn es
um das tierquälerische Schächten geht. Sie haben mir bestätigt: "Jawohl, ich
bin Jude." Soweit auch gut; dass Sie Jude sind, ist an sich nicht
interessant. Interessanter wäre zu hören, ob Sie das Schächten befürworten
und ob Sie Schächtfleisch essen. Dieser Frage sind Sie hartnäckig
ausgewichen. Fürchtet der gnadenlose Frager Schawinski hier selbst einmal
Fragen nach Verdrängtem?
Es gibt orthodoxe, konservative Juden, und es gibt aufgeschlossene,
weltoffene, grosse jüdische Geister. Zu welcher Sorte gehören Sie? Liefert
Ihre aggressive, sachlichen Argumenten ausweichende Reaktion zum Thema
Schächten die Antwort?
Auf dieses Thema angesprochen, verlieren Sie Ihre Fassung und die zur Schau
getragene Überlegenheit. Sie reagieren gleich wie ein verknorzter,
kurzsichtiger orthodoxer Religionsfanatiker: Mit Gehässigkeiten,
rassistischem Verfolgungswahn und sonderbaren Bibelhinweisen, welche
aufgeklärte Menschen wohl kaum überzeugen können.
An diesem Punkt unserer Auseinandersetzung konnte ich zu Ihrer
Entschuldigung noch annehmen, dass Sie nicht genügend darüber informiert
waren, welch grauenhafte Tierquälerei das Schächten darstellt. Ich habe
Ihnen dann Berichte neutraler Beobachter (zB des durch seine Tiersendungen
im deutschen Fernsehen bekannten Kameramannes und Buchautors Manfred
Karremann) zugestellt und Sie auch darauf aufmerksam gemacht, dass ich das
Schächten selbst aus eigener Anschauung kenne und weiss, wovon ich rede, und
auch weiss, dass immer wieder jüdische Stellungnahmen abgegeben werden,
welche das Schächten als eine relativ humane Tötungsart darstellen. Die
Realität sieht leider anders aus, wie Sie aus den Ihnen zugestellten
Berichten entnehmen können, wenn Sie zu diesem Thema überhaupt etwas zur
Kenntnis nehmen wollen, das Ihren jüdischen Vorurteilen zuwiderläuft.
Glauben Sie im Ernst, ich würde soviel Zeit gegen das Schächten aufwenden,
wenn das nicht wirklich eine Tierquälerei übelster Sorte wäre?
Kein Mensch muss Fleisch essen. Eine gesunde, koschere vegetarische
Ernährung ist in vollkommener Übereinstimmung mit der jüdischen
Glaubenslehre. Fleisch ist kein Lebens- sondern ein Genussmittel. Und da
wollen Sie das grauenhafte Verbrechen an Tieren, das Schächten, mit einem
angeblichen biblischen Gesetz rechtfertigen, für das es - wie Sie schreiben
- "zumindest aus historischer Sicht klare sinnvolle und nachvollziehbare
Beweggründe" gäbe. Rechtfertigen historische Gründe heute schreckliche
Tierquälerei? Haben Sie es nicht geschafft, sich von solchen Zwängen und
Traditionen zu befreien?
Sie haben mir nicht mehr geantwortet. Sie haben sich zu den grauenvollen
Augenzeugenberichten zum Schächten nicht geäussert. Mögen Sie sachliche
Argumente nicht? Es ist natürlich leichter, gegen angebliche rassistische
Verfolgung zu lamentieren, wenn das Thema Schächten aufgegriffen wird, als
mit Argumenten zu reagieren. Ich werfe den schächtenden Juden vor, aus dem
Unrecht, das ihnen im Nazi-Holocaust geschehen ist, das Recht abzuleiten,
jetzt unkritisiert selbst abscheuliche, ähnlich wie bei den Nazis
systematisch von Führern organisierte, von Akademikern (Aerzte, Juristen,
Journalisten) mitgetragene und industriell durchgeführte Massenverbrechen zu
begehen.
Sie haben mir in Ihrem Doppelpunkt-Interview vorgeworfen, ich stelle
Menschen und Tiere auf die gleiche Ebene. Was Sie damit meinen, ist Ihnen
wohl selbst nicht ganz klar, da Sie sich ganz offensichtlich noch zuwenig
mit Ethik und Tierschutz befasst haben, sonst wäre Ihnen bekannt, dass
Menschen und andere höhere Säugetiere tatsächlich in mancherlei Beziehungen
ähnlich sind, zum Beispiel biologisch: Tierexperimentatoren - nicht ich -
stellen Menschen und Versuchstiere derart "auf die gleiche Ebene", dass sie
glauben, die Gesundheit des Menschen durch Versuche an Tieren erforschen zu
können. Die gleichen Tierexperimentatoren - und offenbar auch Sie - sind
dann sofort wieder fest überzeugt, dass Tiere und Menschen völlig
verschieden zu betrachten sind, wenn es um die Fähigkeit geht, seelisch und
körperlich zu leiden. Der berühmte Verhaltensforscher Konrad Lorenz hat
einmal gesagt:
"Ein Mensch, der ein höheres Säugetier wirklich genau kennt und nicht davon
überzeugt wird, dass dieses Wesen ähnliches erlebt wie er selbst, ist
psychisch abnorm und gehört in die psychiatrische Klinik, da eine Schwäche
der Du-Evidenz ihn zu einem gemeingefährlichen Monstrum macht."
Bitte denken Sie einmal über die Schizophrenie und Grausamkeit nach, mit
welcher die Menschheit mit den Tieren umgeht. Ich halte es nicht für ganz
ausgeschlossen, dass Sie es schaffen könnten, Ihren jüdischen blinden Fleck
inbezug auf das Schächten zu beseitigen.
Ein Massenverbrechen bleibt ein Verbrechen, auch wenn es mit Ideologien
gerechtfertigt wird. Die Nazis hatten ihre Ideologie, den Arier-Wahn. Sind
Sie so tolerant, den Holocaust zu entschuldigen, weil die Nazis einer
Ideologie folgten? Warum entschuldigen Sie dann den Schächt-Holocaust an
Tieren mit einer jüdischen Ideologie? Hat Sie Ihre jüdische Abstammung
derart blind und unfähig zur Selbstkritik gemacht?
Ich lehne jede Form von Rassismus aufs Schärfste ab. Mit dem Nazi-Holocaust
habe ich mich über viele Jahre ernsthaft auseinandergestzt, da es für mich
lange total unverständlich war, wie ein solches, von einem ganzen Staat
getragenes, bürokratisch organisiertes Verbrechen möglich war. Ich habe erst
verstanden, als ich die erschreckenden Parallelen zum heutigen Holocaust an
den Nutztieren erkannte und sehen lernte, dass sich heute wieder die
gleichen sozio-psychologischen und politischen Gesetzmässigkeiten abspielen.
Darum halte ich an meiner Auffassung fest: Wenn Juden massenhaft Tiere durch
Schächten umbringen, dann sind sie nicht besser als ihre früheren
Nazi-Henker, dann zeigen sie den gleichen Überlegenheitswahn gegenüber
anderen Lebewesen und fühlen sich in gleich verwerflicher Weise berechtigt,
diese brutal umzubringen.
Im Wahn zu leben, dem von Gott auserwählten einzigen Volk anzugehören, macht
Selbstkritik sicher nicht einfacher. Aber vielleicht forschen Sie doch
besser einmal in Ihrer eigenen, anstatt nur immer in fremden Psychen nach
der Wahrheit. Wirtschaftlicher Erfolg und inneres Reifen sind nicht
dasselbe, Herr Schawinski. Sie haben mich enttäuscht.
VgT-Nachrichten 1995-7:
"Nicht-Arier" haben unter dem Nationalsozialismus Ungeheuerliches, mit
Worten kaum Beschreibbares erlitten. In einem Fall warfen die Nazis 75 000
Juden lebendig in einen Kohlebergwerk-Schacht. Kann man ohne Übelkeit
versuchen, sich das vorzustellen? Wie diese endlose Menschenschlange, von
Maschinengewehren bewacht, im Bergwerk verschwand; wie die Vordersten ins
Dunkle springen mussten oder gestossen wurden... Oder kann man sich
vorstellen, wie in bürokratisch organisierter Schichtarbeit Hundertausenden
bei vollem Bewusstsein die Kehle durchgeschnitten wird. Der durchschnittene
Kehlkopf und das in die Luftröhre einströmende Blut ermöglichen kein
Schreien - lautlose Qualen, entsetzliche Todesangst. Doch halt - dieses
Massaker geht nicht auf das Konto von Nazi-Schergen, sondern von Juden und
Moslems; und die Opfer sind Kälber, Rinder und Schafe, die ebenso
leidensfähig sind wie wir Menschen.
Die Nazis stützten ihre Unmenschlichkeit auf ihren Arier-Wahn; schächtende
Juden und Moslems rechtfertigen ihr bestialisches rituelles Schlachten ohne
Betäubung mit falsch verstandenen religiösen Vorschriften. In beiden Fällen
handelt es sich um einen perversen Wahn, um einen fanatischen Wahnsinn.
Während die Nazi-Greuel Geschichte sind, ist das teuflische Schächten heute
noch grausame tägliche Realität - gotteslästernd als religiöse Handlung
ausgegeben, obwohl vegetarische Ernährung gesünder ist und weder die
jüdische noch die islamische Religion vorschreibt, es müsse Fleisch gegessen
werden.
VgT-Nachrichten 1996-1:
Die jüdische Bundesrätin Ruth Dreifuss zum grausamen Schächten:
«Glaubensfreiheit»
Vor zwei Jahren habe ich die für den «Nationalfonds zur Förderung der
Forschung» zuständige Bundesrätin Dreifuss gebeten, sehr qualvolle
Tierversuche des höchsten Belastungsgrades nicht mehr mit öffentlichen
Geldern zu unterstützten. Die Sache verlief im Sand... Dagegen protestierten
wir anlässlich eines öffentlichen Auftrittes von Frau Dreifuss mit
Flugblättern. Sie liess der Presse ausrichten, ich hätte mich mit diesem
Anliegen noch nie an sie gewandt...
Da Frau Dreifuss Jüdin ist, habe ich sie - ähnlich wie Yehudi Menuhin -
gebeten, sich vom grausamen Schächten zu distanzieren. Sie antwortete
nicht...
Darauf habe ich ihr erneut geschrieben. Die im folgenden Auszugsweise
widergegebene Korrespondenz offenbart krass den Unterschied zwischen einer
grossen (jüdischen) Persönlichkeit wie Yehudi Menuhin und der (jüdischen)
Bundesrätin Ruth Dreifuss:
Sehr geehrte Frau Dreifuss, ich teile Ihre Ansicht, dass Rassismus, dh die
Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Religion oder ethnischen
Volksgruppe, vorbehaltlos abzulehnen ist. Rassismus ist absolut verwerflich,
weil dabei andere aufgrund von Vor- oder Pauschalurteilen anstatt aufgrund
ihres tatsächlichen Wesens und ihres individuellen Verhaltens behandelt,
misshandelt oder ausgestossen werden. Jeder Mensch hat ein Anrecht darauf,
als Individuum gesehen zu werden und nicht für vermeintliches oder
tatsächliches Verhalten seiner Verwandten, seiner Sippe oder seiner
Glaubensbrüder verantwortlich gemacht zu werden.
In der Schweiz sind es zur Zeit die Tiere, welche unter rassistischem Denken
am meisten zu leiden haben. Lediglich deshalb, weil sie nicht der
menschlichen Rasse zugerechnet werden, gelten empfindsame, leidensfähige
Mitlebewesen rechtlich als "Sachen" - und sie werden in der
landwirtschaftlichen Intensivhaltung und in Versuchslabors auch so
behandelt.
Menschenaffen, insbesondere Schimpansen, haben nach neuen wissenschaftlichen
Erkenntnissen zu 98 Prozent die gleichen Erbanlagen wie wir Menschen. Mensch
und Menschenaffen haben die gleichen Vorfahren, wie inzwischen auch erwiesen
ist. Es ist im Zeitmassstab der Evolution noch nicht sehr lange her, seit
die Menschen und die Menschenaffen getrennte Wege gingen. Biologisch gesehen
ist der Mensch eine dritte Schimpansen-Art...
Trotzdem behandeln die Menschen Tiere - auch ihre nächsten Verwandten, die
Schimpansen -, generell und rassistisch als Sachen und Verbrauchsobjekte.
Auch Schimpansen werden für Tierversuche verwendet, gequält, zerstümmelt,
getötet. Man fragt nicht danach, ob diese Lebewesen genauso wie wir Menschen
seelisch und körperlich leiden können, sondern einzig danach, ob daraus
irgend ein (oft fragwürdiger) Nutzen herausgeholt werden kann. So haben auch
die Nazi-KZ-Ärzte gedacht.
Sie, Frau Dreifuss, dulden weiterhin, dass der Ihrem Departement
unterstellte Nationalfonds sehr grausame Tierversuche der höchsten
Belastungsstufe finanziert. Das ist Rassismus, der entsetzlich in die Nähe
der nationalsozialistischen Verbrechen eingeordnet werden muss. Auch was in
der Schweiz täglich mit Millionen von Nutztieren geschieht, verdient diese
Qualifikation. Und schliesslich ist auch das grausame rituelle Schlachten
von Tieren ohne Betäubung, das Schächten, Rassismus in seiner schlimmsten
Erscheinung...
Sie haben vor der Abstimmung über das Anitrassismus-Gesetz gesagt - so stand
es in den Zeitungen -, dass jeder, der dieses Gesetz ablehnt, ein Rassist
sei. 47 Prozent der Stimmbürger haben abgelehnt. Das sollte Ihnen, Frau
Bundesrätin, zu denken geben. Sie haben die Nation beleidigt, weil Sie nicht
gemerkt haben, dass es gute Gründe gibt, dieses Maulkorbgesetz abzulehnen,
selbst wenn man Rassismus absolut verurteilt. Seine Unangemessenheit zeigt
sich bereits deutlich:
- Es wird in erster Linie gegen Tierschützer eingesetzt, welche nichts als
Tierquälerei kritisieren.
- Die mit Abstand am meisten unter Rassismus Leidenden - die Nutz- und
Labortiere - hat dieses Gesetz ausgelassen. Das Antirassismus-Gesetz ist
selbst rassistisch.
- Das Gesetz hat geradezu lächerliche Konsequenzen und setzt sinnlose
Strafprozesse in Gang. Weil Sie das nicht glauben, beweise ich Ihnen das am
folgenden Beispiel:
Wilhelm Busch schreibt in seiner Geschichte "Die fromme Helene" folgenden
Vers:
Und der Jud mit krummer Ferse,
Krummer Nas' und krummer Hos'
Schlängelt sich zur hohen Börse
Tiefverderbt und seelenlos.
Wir sind wohl gleicher Meinung, dass ein solcher Vers als geschmacklos und
rassistisch abzulehnen ist. Er erfüllt ganz klar den Tatbestand des neuen
Antirassismusparagraphen im Strafgesetzbuch. Die Geschmacklosigkeit wird
jeder vernünftige Leser erkennen. Aber stellt eine solche Geschmacklosigkeit
tatsächlich eine derart grosse Gefahr dar, dass hiefür ein Maulkorbgesetz,
eine Einschränkung des Grundrechtes auf freie Meinungsäusserung unbedingt
nötig ist?
Jedenfalls müssen Sie, Frau Dreifuss, nun Strafanzeige gegen alle
Buchhändler in der Schweiz einreichen, welche Wilhelm-Busch-Bücher mit
diesem Vers vertreiben. Indem ich Ihnen nämlich diese ganz eindeutige
Verletzung des Antirassismusparagraphen zur Kenntnis gebracht habe, sind Sie
als Amtsperson verpflichtet, Strafanzeige zu erstatten. Sie wollen doch als
vereidigte Amtsperson nicht ein Strafdelikt decken?
Ich hoffe, dass Sie aufgrund dieses Beispieles zumindest den Schimmer einer
Idee erhalten haben, dass es Menschen gibt, die keine Rassisten sind, und
die trotzdem das Antirassismus-Gesetz in seiner Gummi-Formulierung ablehnen.
Ein pauschaler Maulkorb ist das denkbar ungeeignetste Mittel, schlechte
Gesinnungen auszurotten. Und Sonderrechte für Juden und andere religiösen
und ethnischen Gruppen sind ebenso ungeeignet, Antisemitismus und Rassismus
zu bekämpfen.
Ich denke nicht daran, mit meiner scharfen Kritik an den Juden und Moslems,
welche das Schächten befürworten, aufzuhören, nur weil gewisse jüdische
Kreise deswegen ein grosses Anti-Rassismus-Geschrei verbreiten. D a s wäre
Rassismus, wenn ich Tierquäler unterschiedlich, je nach ihrer
Religionszugehörigkeit, behandeln und Schächt-Juden verschonen würde.
Mit freundlichen Grüssen Erwin Kessler
Antwort von Frau Dreifuss vom 10. Oktober 1995:
Sehr geehrter Herr Kessler...
Rassismus richtet sich gegen Menschen. Bei Tieren von Rassismus zu reden,
heisse Mensch und Tier gleichsetzen, was ich klar ablehne...
Selbstverständlich unannehmbar ist Tierquälerei bei Tierversuchen. Das
Tierschutzgesetz, welches bei Forschungsbewilligungen als Grundlage dient,
muss eingehalten werden. Sie fordern aber eher ein Verbot für
Tierversuche...
Zu Ihrer Kritik am Schächten: Für mich ist dies eine Frage der Glaubens- und
Gesinnungsfreiheit. Wer sich davon distanziert, masst sich Kritik an
religiösen Wertten an, die gewissen Menschen wichtig sind. Das möchte ich
nicht.
Mit freundlichen Grüssen Ruth Dreifuss
Erwiederung vom 12. Oktober 1995:
Sehr geehrter Frau Dreifuss,
in Ihrem Antwortschreiben vom 10. Oktober wollen Sie mich offensichtlich
missverstehen. Sie schreiben, Tierquälerei bei Tierversuchen sei
selbstverständlich unannehmbar... In unserer bisherigen Korrespondenz ist es
jedoch klar und unmissverständlich und ausschliesslich um die sehr
qualvollen Tierversuche mit dem höchsten Belastungsgrad gegangen, welche vom
Nationalfonds unterstützt werden. Wenn Sie wirklich meinen, was Sie
schreiben, müssten Sie also unsere Ansicht teilen, dass solche Versuche
nicht unterstützt werden dürfen. Diesem Begehren haben Sie bisher nicht
entsprochen. Ihr Lippen-Bekenntnis steht im Widerspruch mit Ihren Taten.
Im übrigen nehmen wir mit Befremden zur Kenntnis, dass Sie schlimme
Tierquälerei, die im Namen Ihres jüdischen Glaubens begangen werden,
gutheissen und dies als eine Frage der Glaubensfreiheit bezeichnen. Wären
Sie wohl auch so tolerant, wenn sich eines Tages Menschenfresser bei uns
niederlassen, deren Glauben vorschreibt, jede Woche das Herz einer Jüdin zu
fressen? Würden Sie dann dazu auch - mit Ihren eigenen Worten formuliert -
sagen: "Das ist für mich eine Frage der Glaubens- und Gesinnungsfreiheit.
Wer sich davon distanziert, mass sich Kritik an religiösen Werten an, die
gewissen Menschen wichtig sind."?
Und was meinen Sie zum Todesurteil gegen Salman Rushdi? Wollen Sie sich da
auch keine Kritik an religiösen Werten anmassen? Oder gilt Ihre religiöse
Toleranz vielleicht nur gegen Juden, nicht gegen Andersgläubige?
Indem Sie dafür plädieren, das Schächten zu tolerieren, stellen Sie sich
hinter eine Barbarei, die durch das vom Volk mit über 80 Prozent Ja-Stimmen
gutgeheissenen Tierschutzgesetz verboten ist. Eine solche, demokratische
Gesetze ablehnende und perverse Tierquälerei befürwortende Haltung ist einer
Bundesrätin unwürdig - genauso unwürdig, wie Ihre Beschimpfung der 47
Prozent Stimmbürger, welche das Antirassismusgesetz abgelehnt haben, als
Rassisten.
Wir bitten Sie, als amtierende Bundesrätin Ihre persönlichen Interessen
gegenüber der geltenden Rechtsordnung und dem demokratischen Volkswille
zurückzusetzen. In diesem Sinne ersuchen wir Sie nochmals, dafür zu sorgen,
dass der mit Steuergeldern finanzierte Nationalfonds keine qualvollen
Tierversuche (höchster Belastungsgrad) unterstützt.
Mit freundlichen Grüssen
Erwin Kessler
Hier liess Frau Dreifuss uns durch einen Mitabeiter erneut Antisemitismus
vorwerfen und mitteilen, dass sie die Korrespondenz nicht weiterzuführen
wünsche. So verhalten sich leider viele Juden in der Diskussion ums
Schächten. Wer keine Argumente hat, fürchtet die Diskussion; deshalb
tabuisieren sie dieses Thema. Ich habe langsam den Eindruck, dass das
Antirassismusgesetz überhaupt nur für diesen Zweck geschaffen wurde.
Es nützt offenbar wenig, wenn Sozialdemokraten und Frauen in den Bundesrat
kommen. Die sind gegenüber drängenden Problemen, die einen grossen Teil der
Bevölkerung bewegen - qualvolle Tierversuche, qualvolles Schlachten -
genauso stur wie ihre konservativen männlichen Kollegen.
VgT-Nachrichten 1997-1:
Die Macht der Juden:
Das grausame Schächten von Geflügel bleibt erlaubt
In der Vernehmlassung zur laufenden Revision der Tierschutzverordnung war
das vorgesehene Schächtverbot für Geflügel völlig unbestritten.
Nun haben es jüdische Kreise mit sozialdemokratischer Unterstützung innert
weniger Tagen geschafft, dass dieses Schächtverbot gestrichen wird: Gemäss
einer von der sda verbreiteten Meldung hat das Bundesamt für Veterinärwesen
nach Intervention jüdischer Kreise sofort erklärt, es werde dafür sorgen,
dass das Schächten von Geflügel weiterhin uneingeschränkt möglich bleibe,
obwohl es keine Zweifel daran gibt, dass diese Grausamkeit von einer grossen
Mehrheit der Schweizer Bevölkerung abgelehnt wird. Die Juden werden damit
bald erneut Grund haben zum Wehklagen, man werfe ihnen vor, sie seien selber
schuld für antisemitische Tendenzen. Wer sich derart für primitivste
Tierquälerei - und erst noch in gotteslästernder Weise als religiöse
Handlung ausgegeben - einsetzt, der verdient nach meiner Überzeugung
tatsächlich nichts anderes als tiefe Verachtung. Ob diese Verachtung dann
als Antisemitismus verschrien wird, interessiert mit mittlerweile nicht
mehr.
Wenn der Begriff «Antisemitismus» heute nur noch bedeutet, ein grausames,
pervers-religiöses jüdisches Ritual abzulehnen, dann ist Antisemitismus
nichts Negatives mehr, sondern eine gesunde Haltung der überwiegenden
Mehrheit der nichtjüdischen Bevölkerung.
Klarzustellen bleibt, dass ein solcher Antisemitismus rein gar nichts mit
Rassismus zu tun hat, auch wenn gewisse Antirassismus-Neurotiker dies nicht
unterscheiden können.
Erwin Kessler hatte sich vor Gericht
geweigert, diese inkriminierten Veröffentlichungen zum Schächten zu
widerrufen, so wie sich vor fünfhundert Jahren Kepler geweigert hat seine
Erkenntnis zu widerrufen, dass sich die Erde um die Sonne dreht.
Inhaltsverzeichnis VN05-3
Die gedruckten Ausgabe VN05-3 im pdf-Format
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