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1. Oktober 2011
Zu den eidgenössische Wahlen:
Nichtwahl-Empfehlung
SP und Grüne unterstützen den Tierschutz- und den Konsumentenschutz
viel häufiger als SVP und FDP. Andererseits unterstützten
die Grünen die - zum Glück gescheiterte -
Aufhebung des Verbotes des
betäubungslosen Schächtens, und die SP verlangte vom Bundesrat - zum
Glück ebenfalls erfolglos - ein
Verbot unseres
Magazins VgT-Nachrichten. Auch möchten SP und Grüne am
liebsten die Grenzen öffnen für die Einwanderung (fleischfressender)
Afrikaner und anderer Einwanderer aus fremden Kulturen, ja noch mehr: am liebsten möchten sie die Schweiz gleich ganz
abschaffen und im undemokratischen EU-Monster aufgehen lassen.
Die Liste meiner Gründe für oder gegen die Wahl der einen oder
anderen Partei liesse sich noch lange fortsetzen. Bleibt noch die
Möglichkeit, nicht Parteien, sondern einzelne Persönlichkeiten zu
wählen. Da diese aber meistens parteitreu abstimmen im Parlament und auch
sonst ein für mich widersprüchliches Verhalten zeigen, ist auch das
illusorisch. Die Tierpartei ist für mich auch keine Option. Dass sie
sich für Tierschutz einsetzen will, sagt noch nicht viel. Das behauptet
zB auch der Schweizer Tierschutz STS, und tut das sehr oft völlig
kontraproduktiv und die Tierschutzarbeit des VgT massiv erschwerend.
Nicht jeder, der sich Tierschützer nennt, ist auch wirklich einer.
Hinter dem Etikett "Tierschutz" verbergen sich oft ganz andere
Interessen (persönliches Ansehen, Geld und vieles mehr). Und wie wird
sich die Tierpartei bei allen anderen wichtigen Themen verhalten? Völlig
unklar, vermutlich sehr widersprüchlich und wahrscheinlich oft nicht in
meinem Sinne. Bleibt also die pragmatische Möglichkeit, das kleinste
Übel zu wählen. Das kann man tun, wenn man weiss, welche Partei das
kleinste Übel ist. Ich weiss es nicht und wähle darum lieber gar kein
Übel. So ist wenigstens keine Partei in ihren Machenschaften von mir
legitimiert.
Ich gehöre zur wachsenden Volksmehrheit, der Nichtwähler.
Die wichtigen und drängenden Probleme der heutigen Gesellschaft lassen
sich nicht mehr wie früher klassenkämpferisch nach dem
Links-Rechts-Schema einteilen. Die indirekte Demokratie in der heutigen
Form ist überholt und nicht geeignet, eine echte Demokratie zu
verwirklichen. In der heutigen Internet-Welt wäre es einfach, den Willen
des Volkes zu Sachfragen systematisch zu ermitteln, nicht nur hie und da
mal auf dem aufwändigen, mühevollen Weg über Initiativen und Referenden.
Aber die classe politique will die Volksmeinung gar nicht wissen,
empfindet das Volk, den "Souverän", je länger je mehr als Hindernis und
Sand im Getriebe des Bundeshauses. Lieber als vermehrt das Volk
entscheiden zu lassen, wird über eine Vorprüfung von Initiativen
nachgedacht, um unliebsame Volksbegehren schon im Keime ersticken zu
können.
Diese Mentalität droht die Demokratie zu ersticken. Das einzige, was mir
bleibt, ist, durch Nichtwählen still meinen Protest auszudrücken.
Der VgT gibt keine Partei-Wahlempfehlungen ab, weil der VgT parteipolitisch und
konfessionell neutral ist. Der VgT unterstützt hingegen
Volksinitiativen, welche dem Tierschutz direkt oder indirekt nützen.
Parlamentarier, die
ganz sicher nicht wiedergewählt werden sollten, sind die
folgenden sozialdemokratischen Nationalräte, welche eine Interpellation
unterzeichnet haben, welche vom Bundesrat verlangte, das weitere
Erscheinen unseres Journals "VgT-Nachrichten" zu verhindern. Der
Bundesrat hat dieses rechtswidrige Ansinnen abgelehnt. Menschen mit
einem solchen rechtsstaatlichen Defizit gehören in einer freiheitlichen
Demokratie nicht in das Parlament: ZH: Jacqueline Fehr und
Chantal Galladé BE: Margret Kiner Nellen, Ursula Wyss BS: Silvia
Schenker BL: Susanne Leutenegger Oberholzer
Erwin Kessler, Präsident des Vereins gegen Tierfabriken
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