10. Juni 2010

Botox-Moderatorin:

WELTWOCHE schreibt Mist und Köppel verweigert Richtigstellung - tierschutzfeindlich wie immer

Am 10. Juni 2010 verlangte der VgT von Weltwoche-Redaktor Köppel eine Richtigstellung zum perfiden, verlogenen Bericht in der Weltwoche vom 9. Juni 2010:

Sehr geehrter Herr Köppel,
ich erwarte den Abdruck des folgenden Leserbriefes ungekürzt in der nächsten WW und bitte Sie mir das umgehend zu bestätigen, andernfalls ich den Weg der Gegendarstellung gehten muss. Im fraglichen WW-Bericht wird uns zu Unrecht unsachliche Kritik und unsachliche Vermischung von
Essgewohnheiten und Schönheitsbehandlungen vorgeworfen.

Leserbrief:
Grausame Tierversuche für Botox

Die Weltwoch stellt im Zusammenhang mit der vom VgT wegen Unterstützung von
Tierquälerei kritisierten TV-Moderatorin Katja Stauber die Frage: "Völlig unklar bleibt jedoch, was eine allfällige Schönheitsbehandlung der 48-jährigen Fernsehjournalistin mit ihren persönlichen Essgewohnheiten zu tun haben soll." Die einfache Antwort lautet: Nichts. Aber "völlig unklar bleibt", wie die Weltwoche einen Bericht über die "VgT-Nachrichten" veröffentlichen kann, ohne diese auch nur flüchtig überflogen zu haben,
denn dort geht es ganz ausführlich und unmissverständlich um die grässlichen Tierversuche, die laufend für die Produktion von Botox, das sich Stauber regelmässig spritzt, durchgeführt werden.
Erwin Kessler, Verein Gegen Tierfabriken Schweiz VgT.ch

Am 11. Juni liess Köppel ausrichten, der Leserbrief werde so nicht akzeptiert, was so beantwortet wurde:

Sehr geehrter Herr Köppel,
wo bleibt Ihre Grösse, sobald ein wenig Ihre Interessen betroffen sind?
Wir gehen nun also wie von Ihnen gewünscht, den Gerichtsweg. Gut so. Dass damit der Seich, den die Weltwoche da zusammengeschrieben hat, zusätzliche Publizität erhält, ist mir auch recht. Denn das ist wirklich ein Skandal. Ich kann mir auch schwer vorstellen, dass der Presserat einen solchen Umgang mit Wahrheits- und Berichtigungspflicht gutheissen wird.
Mit freundlichen Grüssen
Erwin Kessler

Gleichzeitig verlangte der VgT die folgende formelle GEGENDARSTELLUNG:

Die Weltwoch stellt im Zusammenhang mit der vom VgT wegen Unterstützung
von Tierquälerei kritisierten TV-Moderatorin Katja Stauber die Frage: "Völlig unklar bleibt jedoch, was eine allfällige Schönheitsbehandlung der 48-jährigen Fernsehjournalistin mit ihren persönlichen Essgewohnheiten zu tun haben soll." Damit wird unterstellt, der VgT kritisiere die "Schönheitsbehandlung" von Katja Stauber ohne sachlichen Grund und insbesondere ohne Zusammenhang mit Tierquälerei. Tatsache ist jedoch, dass
es sich bei dieser "Schönheitsbehandlung" um das Spritzen des Antifaltenmittels Botox handelt und dass für die Produktion von Botox laufend sehr qualvolle Tierversuche durchgeführt werden.
Erwin Kessler, Verein Gegen Tierfabriken Schweiz VgT.ch

Die Weltwoche lehnte auch diese Gegendarstellung ab, mit haltlosen formalistischen Einwänden. Das gerichtliche Gegendarstellungsverfahren ist hängig.

Kommentar:

Neben interessanten Artikeln gleitet die Weltwoche immer wieder auch in unsachlichen, primitiven Fertigmacher-Journalismus ab. Der Bericht in der Weltwoche vom 9. Juni 2010 ist auch son ein Müsterchen von perfidem Journalismus: Es wird - ganz offensichtlich wider besseres Wissen, denn der Botox-Bericht in den VN 10-2 lässt keinen Raum für solche "Missverständnisse" - behauptet bzw unzweideutig angedeutet, der VgT betreibe eine völlig verwirrte Kritik an der Botox-Moderatorin.

Tierschutz ist für die Weltwoche kein Thema, oder höchstens, um diesen lächerlich zu machen oder um den Abbau des Tierschutzes zu fordern im Interesse der allein selig machenden grenzenlosen Wirtschaftsfreiheit, siehe den offenen Brief an Roger Köppel.


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